Wenn Renate IV. nun als Prinzessin über die Roisdorfer Narren regiert, kann sie durchaus auf ein gewisses "karnevalistisches Erbe" in ihrer Familie zurückblicken:
  • Großvater Johann Giesen, gebürtig aus Waldorf, von Beruf Stellmachermeister, war schon seit 1923 bei Kolping (der damals noch "katholischer Gesellenverein" hieß), und 1948 Gründungsmitglied der Kolpingsfamilie hier in Roisdorf. Von dieser Zeit an bis kurz vor seinem Tod (1977) war er für mehr als 25 Jahre Mitglied des Elferrates und bei jeder Kolpingsitzung dabei. Das Foto oben links zeigt ihn (als zweiten von rechts) bei der ersten Karnevalssitzung am 28. Februar 1948, das Foto oben rechts stammt aus den 1950-er Jahren.
  • Großmutter Clara Kuhl, "Ur-Roisdorferin", war zwar keine große Karnevalistin, trat jedoch in den ersten Jahren im Programm der Kolpingsitzungen mit auf, während ihre vier Töchter vom Vater immer mitgeschleppt wurden.
  • Mutter Mechtilde Mangels, geborene Giesen, stellte in den ersten Jahren die musikalische Begleitung am Klavier bei karnevalistischen Proben für die Kolpingsitzungen. Sie war wie ihr Vater Karneval immer gerne dabei und ließ kaum etwas aus.
  • Vater Hans Mangels, selbständiger Glasbläser, wurde in den ersten Jahren von seiner Frau noch mitgezogen, hatte jedoch mit seinen niederrheinischen Wurzeln mit dem Karneval nicht allzu viel am Hut. Trotzdem hat er immer mit Freude dem Roisdorfer Zug und dem bunten Treiben zugesehen, und auch jetzt unterstützt er meine Regentschaft "solange ich nicht mit auf den Wagen muss".
Ich selbst war dann im Jahr 1976, also vor nunmehr genau 30 Jahren, zum ersten mal aktiv im Karneval mit von der Partie, nämlich im Gefolge der dritten Prinzessin von Roisdorf, Marlies I. (Hartmann), zusammen mit deren Bruder Ernst Gierlich als Adjudant.

Die Fotos zeigen oben und unten links "Ihre Lieblichkeit Marlies I." mit Gefolge beim "Mütterkaffee" am 18. Februar 1976 im Saal Badenheuer und unten rechts am 08. Februar beim Kinderkostümfest im Bornheimer Rathaus.   << Für ein paar Impressionen von Prinzessin Marlies I. und Gefolge beim Weiberfastnachtszug 1976 hier klicken >>


Ansonsten bin ich immer mit "Spass an der Freude" dabei, wenn in Roisdorf, Alfter oder sonstwo etwas los ist. Eine lange karnevalistische Durststrecke erlebte ich in den Schweizer Jahren von 1988 bis 1999 mit einem jährlich wiederkehrenden "Heimweh", vor allem an Wieverfastelovend, "wenn dat Trömmel'che jet".
Zur Jahrtausendwende war ich dann das erste mal wieder über Karneval zu Hause im Rheinland. Seit 2002 bin ich Mitglied der Heimatfreunde Roisdorf eV und mit dieser Gruppe auch wieder aktiv beim Weiberfastnachtszug in Roisdorf mit dabei.  << Hier ein Bericht über meine Zugteilnahme mit den Heimatfreunden >>.
Zum 15. Jubiläumsjahr dieses Vereins darf ich nun die Roisdorfer Prinzessin der Session 2005/2006 sein.
Kurz vor dem für alle Karnevalisten legendären "elften im elften", nämlich am 05. November 2005 wurde ich vom Vorsitzenden des Ortsausschuss, Barthel Engels, der Öffentlichkeit als neue Roisdorfer Prinzessin vorgestellt, und an den folgenden Wochenenden sind die Sessionsauftakt-Veranstaltungen der beiden im Karneval aktiven Vereine unserer Ortschaft: "Karnevalsgesellschaft Vorgebirgssterne eV" und "Interessengemeinschaft Roisdorfer Karneval (IGRK)", die ich als designierte Prinzessin natürlich auch besuchen werde. Doch die Proklamation findet dann am 07. Januar 2006 auf der traditionellen Prunksitzung der Kolpingsfamilie Roisdorf statt.
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